Tätigkeit des Museums

Entstehungsgeschichte des Museums

Nach der Agrarreform der Republik Lettland von 1924 stellte die staatliche Denkmalverwaltung Schloss Rundāle unter Denkmalschutz. Die ersten Pläne für die Restaurierung des Schlosses entstanden 1932, als die Verantwortung für das Schloss dem Bildungsministerium übertragen wurde. Als die Schulräume 1938 in den Westflügel verlegt wurden, wurden die Säle und der Mittelteil des Schlosses dem Staatlichen Historischen Museum zur Verfügung gestellt. Man plante, im Schloss sakrale Kunst auszustellen und beschaffte entsprechende Exponate. Später gelange ein Teil davon in die Sammlung von Schloss Rundāle und bildete die Grundlage für eines der wichtigsten Tätigkeitsfelder des Museums. Auch während des Zweiten Weltkriegs war das Museum für Besucher geöffnet. Nach dem Krieg wurde im Schloss eine Sammelstelle für Getreide eingerichtet und das Museum wurde nicht wiedereröffnet. 1959 wurde die Erlaubnis erteilt, im Schloss ein kleines Heimatkundemuseum einzurichten.

1964 wurde Schloss Rundāle zur Filiale des Museums für Heimatkunde und Kunst in Bauska und man fing an, intensiv zu forschen und die Sammlung zu erweitern. 1972 wurde das selbstständige Schlossmuseum Rundāle gegründet, es wurde mit der Restaurierung der Inneneinrichtung begonnen. Der erste Direktor des Schlossmuseums Rundāle war Laimonis Liepa, im Amt bis 1975. Seit 1975 ist Imants Lancmanis der Museumsdirektor.

 

Das Museum heute

 

Die Mission des Schlossmuseums Rundāle ist der gesellschaftliche Bildungsauftrag in verschiedenen Fragen der Architektur, Kunst, Kulturgeschichte und Gartenkunst, die Aufgabe, die Schlossanlage von Rundāle zu einem Zentrum der Kunst, Kulturgeschichte und Gartenkunst von internationaler Bedeutung zu entwickeln, die Pflege des Depots von alter, lettischer Kunst und das Erstellen einer ständigen Ausstellung von angewandter und sakraler Kunst aus Europa.

 

  • Das Museum kümmert sich um die Renovierung und Pflege der Schlossanlage von Rundāle als einheitliches Denkmal der Architektur und der monumentalen angewandten Kunst des 18. Jahrhunderts durch die Erweiterung der Inneneinrichtung mit hochwertigen Kunstwerken aus dem 18. Jahrhundert;
  • pflegt den größten historischen Garten mit einem Rosarium im Baltikum;
  • gestaltet und pflegt die Ausstellung in der Gruft der Herzöge von Kurland im Schloss Jelgava;
  • erweitert das wissenschaftliche Museumsarchiv zu Themen wie Architektur- und Kunstdenkmäler in Lettland, Materialien zur Architektur aus der ältesten Epoche der Kunstgeschichte in Lettland, Bildhauerei und Kunsthandwerk, außerdem gewährt es Forschern Zugang zum Archiv;
  • gewährleistet den Zugang zur ständigen Ausstellung und die Ausarbeitung von weiteren Ausstellungen, organisiert informative Veranstaltungen;
  • erarbeitet informative und wissenschaftliche Publikationen;
  • berät und hilft anderen Pflegern von Kulturdenkmälern bei der Restaurierung und anderen Fragen;
  • erstellt eine informative Datenbank zur Museumssammlung für den Nationalen Museumsgesamtkatalog;
  • erarbeitet und realisiert Projekte, die den Tätigkeitszielen des Museums entsprechen;
  • beteiligt sich an der Realisierung internationaler Projekte;
  • gewährleistet die Öffentlichkeitsarbeit für Museumsveranstaltungen;
  • beobachtet die gesellschaftliche Nachfrage nach Museumsdienstleistungen und analysiert die Bewertungen der Servicequalität im Museum;
  • bildet Guides aus und organisiert Führungen.

26.04.2018