Schlossensemble

 

Schlossensemble Rundāle, Blick nach Südosten, Luftaufnahme

Das Gelände des Schlossensembles Rundāle umfasst 72 Hektare.

Schlossensemble Rundāle, Blick nach Norden, Luftaufnahme

Jagdpark

Der ehemalige Jagdpark

Die Fortsetzung des französischen Gartens, der ehemalige Jagdpark, der sich hinter dem Kanal erstreckt, hat seine ursprüngliche Gestalt erhalten, obwohl im Vergleich zum 18. Jahrhundert seine Fläche um etwa die Hälfte kleiner geworden ist. Genau wie damals wachsen hier große Bäume und dichte Sträucher. Nur die fünf radial angelegten Alleen setzen die Grundrisse des regelmäßigen Parks fort. Im Jahr 2013 wurden in diesem Teil des Parks die hoffnungslos kranken Eschen abgeholzt.

Im Jagdpark sind die während des Krieges von 1812 gefallenen Soldaten der russischen und französischen Armee bestattet.

Obstgärten

Blühende Apfelbäume

Gleichzeitig mit dem Bau des Schlossgebäudes 1736 – 1740 erfolgte die Gestaltung des Gartens. Aus einem Rechenschaftsbericht des Gärtners Weiland ist zu ersehen, dass bis 1739 im Obstgarten 95 Birnen, 155 Apfelbäume, 40 Pflaumen- und 20 Kirschbäume gepflanzt worden waren. Zur Regierungszeit des Herzogs Peter wurden um 1777 auf dem Schlossgelände zwei Obstgärten und ein Hopfengarten angelegt. In einer Beschreibung des Gartens von 1794 werden Aprikosen- und Pfirsichgärten erwähnt. Winters wurden die Bäume mit Strohgeflechten und Moos abgedeckt. Zur Zeit des Grafen Walerian Subow wurde dort ein weitläufiger Obstgarten angelegt; einen Teil dieses Gartens erkennt man noch heute, wenn man auf das Schloss zugeht.

Teich und Kanäle

Schlossteich mit einer Insel

Der Park wird samt dem Schloss und den Stallgebäuden von einem speziell gegrabenen 2 km langen Kanal umschlossen. 1768 wurde der Teich gegraben, um die Kanäle mit Wasser zu versorgen. Der Teich mit einer kleinen Insel in der Mitte gibt dem ehemaligen Wirtschaftskomplex des Gutes eine romantische Note. Im 19. Jahrhundert lebten auf der Insel Wildkaninchen. Heute befindet sich am Rande des Teiches ein kleines „Kaninchenschloss“ und ergänzt somit die Attraktionen der Touristen, die mit dem Boot fahren. 

Gewächshäuser und Orangerie

Ursprünglich befand sich an der Stampflehmmauer nordöstlich vom Schloss das Treibhaus. Es ist geplant, dieses Gebäude wiederherzustellen, um die für den Garten nötigen Setzlinge zu ziehen und winters die exotischen Pflanzen aufzubewahren. An dieser Stelle wurde ein Schacht für die Warmluftheizung des Treibhauses aufgedeckt. Am nordwestlichen Rand des Gartens befand sich das im 19. Jh. gebaute Treibhaus.

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Orangerie


Neben dem alten Schlosskrug befindet sich eine kleine Orangerie, in der die Pflanzen und Blumen aus der Zeit der Gräfin Tekla Schuwalow, entsprechend der Inventarliste aus 1852, gezeigt werden.

Am westlichen Rand der Gartenanlage baute der Architekt Severin Jensen in den 1760er Jahren eine Orangerie, die später zu einem Wohnhaus für den Gärtner umgebaut wurde.

Haus des Gärtners

 

Zuletzt aktualisiert
20.04.2017

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