Schlossensemble

Jagdpark
Die Fortsetzung des französischen Gartens, der ehemalige Jagdpark, der sich hinter dem Kanal erstreckt, hat seine ursprüngliche Gestalt erhalten, obwohl im Vergleich zum 18. Jahrhundert seine Fläche um etwa die Hälfte kleiner geworden ist. Genau wie damals wachsen hier große Bäume und dichte Sträucher – Zufluchtsort für Tiere und Vögel; nur die fünf radial angelegten Alleen setzen die Grundrisse des regelmäßigen Parks fort. Im Jahr 2013 wurden in diesem Teil des Parks die hoffnungslos kranken Eschen abgeholzt, und eine andere Herangehensweise bei der Gestaltung der Bepflanzungen wurde begonnen, die eher für einen Park als für einen Wald typisch ist. Im Jagdpark sind die während des Krieges von 1812 gefallenen Soldaten der russischen und französischen Armee bestattet, im regelmäßigen Teil des Parks, dem sogenannten Gedenkboskett – Soldaten der deutschen und russischen Armeen, Opfer des Ersten Weltkrieges. Zum Andenken an die Gefallenen beider Kriege wurden 2011 zwei Obelisken errichtet.

Obstgärten

Gewächshäuser und Raumpflanzen
Neben dem alten Schlosskrug befindet sich eine kleine Orangerie, in der die Pflanzen und Blumen aus der Zeit der Gräfin Tekla Schuwalow, entsprechend der Inventarliste aus 1852, gezeigt werden.

Ursprünglich befand sich an der Stampflehmmauer nordöstlich vom Schloss das Treibhaus. Es ist geplant, dieses Gebäude wiederherzustellen, um die für den Garten nötigen Setzlinge zu ziehen und winters die exotischen Pflanzen aufzubewahren. An dieser Stelle wurde ein Schacht für die Warmluftheizung des Treibhauses aufgedeckt. Am nordwestlichen Rand des Gartens befand sich das im 19. Jh. gebaute Treibhaus.

Im Erdgeschoss des Schlosses kann man die Ausstellungen zu den Themen historischen Gärten betrachten. Pflanzenverzeichnisse und Pläne des Schlossgartens Rundāle sind im Studienkabinett befindlich.

Gärtnerhaus
Am westlichen Rand der Gartenanlage baute der Architekt Severin Jensen in den 1760er Jahren eine Orangerie, die später zu einem Wohnhaus für den Gärtner umgebaut wurde. Heute befindet sich dort die Parkabteilung des Museums.

Zuletzt aktualisiert
15.07.2016

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