Erzählungen der Dinge

Marmorskulptur „Die Verlassene“

Zum ersten Mal erblickte ich die Reproduktion von Agi Jürgens‘ Marmorskulptur „Die Verlassene“ vor etwa neun Jahren, als ich zu Beginn einer Studie über lettische Künstlerinnen alle Bände des im Baltikum herausgegebenen „Jahrbuchs für bildende Kunst in den Ostseeprovinzen“ (1907–1913) des Architektenvereins zu Riga durchblätterte. Weiterlesen…


Porträts von Caroline und Christian von Keyserling

Im September 2019 erwarb das Schlossmuseum Rundāle bei einer Versteigerung des Auktionshauses „Schloss Ahlden“ zwei Porträts aus der Sammlung einer deutschen Adelsfamilie – in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gefertigte Pastelle in original klassizistischen Rahmen. Darauf sind bedeutende Persönlichkeiten des Königsberger Kulturlebens zu sehen: die Gräfin Caroline Charlotte Amalie von Keyserling, geb. Gräfin Waldburg, und ihr Ehemann, der in Kurland geborene Christian Heinrich von Keyserling. Weiterlesen…

Die Tür des Schlosses Groß-Swehthof

In der dekorativen Kunstausstellung „Von der Gotik bis zum Jugendstil“ können Inneneinrichtungs-Dekorationen im Rokoko-Stil aus Lettland nur auf Fotografien gezeigt werden, denn das meiste dieses Interieurs gibt es nicht mehr – die Räume sind umgebaut oder zerstört. Die Tür des Schlosses Groß-Swehthof (Svēte) ist ein herausragendes, gut erhaltenes Beispiel des Rokoko-Stils, das während des Umbaus 1875 aus dem Schloss entfernt wurde. Weiterlesen…

Uhr „Diana mit Hirschgespann“

Im Oktober 1988 bekam das Museum einen Anruf aus Riga. Jemand bot eine große Uhr „mit Malachit“ an. Malachit? Dann wurde die Uhr ja höchstwahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Russland gefertigt und war gewiss nicht für das Schloss Rundāle geeignet. Doch wir fuhren trotzdem nach Riga. In einem gewöhnlichen Haus in der „Moskauer Vorstadt“ stand auf dem Tisch einer kleinen Küche, bedeckt von einem Wachstuch, ein großer Gegenstand. Weiterlesen…

 

Kosmetik- und Toilettenartikel-Set der Herzogin Dorothea

Im Jahr 2013 schenkte Graf Théodore Medem dem Schlossmuseum Rundāle eine Sammlung von Familienreliquien, die sein Großvater 1918 aus dem Gut Stukmaņi (Stockmannshof) und Gut Vecauce (Alt-Autz) nach Deutschland und später nach Frankreich gebracht hatte. Die Schenkung beinhaltete auch das Kosmetik- und Toilettenartikel-Set aus Porzellan der Herzogin Dorothea von Kurland – 22 in der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) gefertigte Gegenstände.  Weiterlesen…

 

Die Vasen der Herzogin Dorothea

Am 18. Oktober 1791 schrieb Herzogin Dorothea von Kurland dem Eigentümer des Guts Blankenfelde, Karl von Manteuffel aus Berlin: „Ihro Majestäth haben mir 5 superbe große Porcelain Vaasen dunckelblau u. Gold u. vortrefflich gemahlt geschenckt.“ (Der Brief wird in der Lettischen Nationalbibliothek aufbewahrt.) Weiterlesen…

 

Sitzgondel im Stil des Empire aus dem Schloss Pawlowsk

Die prachtvolle Sitzgondel im Empire-Stil ist in ihrer Form, mit ihren Holzschnitzereien und dem verwendeten Oberflächenmaterial einzigartig. Dieses Möbelstück wurde 1804 nach dem Entwurf des Architekten Andrei Woronichin (Андрей Воронихин, 1759–1814) für das Ankleidezimmer Maria Fjodorownas (Мария Фёдоровна, 1759–1828) im Schloss Pawlowsk hergestellt Weiterlesen…

 

Porträt Martha Bärnhoffs

Die Wand des letzten Saals der Ausstellung „Von der Gotik bis zum Jugendstil“ im Schlossmuseum Rundāle, der dem Jugendstil gewidmet ist, schmückt ein ovales Porträt in goldenem Rahmen, das eine junge Frau in einem weißen Kleid zeigt.Weiterlesen…

 

Buratto-Spitzen

Bei der Zusammenstellung der Sammlung von Spitzen aus dem 18. Jahrhundert mit komplizierten und fein genähten und geflochtenen Mustern im Schlossmuseum Rundāle kam die Frage auf, wie eigentlich die ersten Spitzen entstanden. In den letzten drei Jahren wurden der Sammlung mehrere Beispiele früher Spitzen Weiterlesen…

 

Die Tür des Guts Dunalka (Firkspedvāle)

1708 erwarb Carl von Fircks (1667–1746), Burgherr von Kandava (Kandau), oberster Schlossherr von Kuldiga (Goldingen), Oberburggraf sowie oberster Ratgeber und Gutssteuereinnehmer des Herzogs von Kurland und Eigentümer der Landgüter Nurmuiža (Nurmhusen), Okte (Okten) und Šķēde (Scheden), das Gut Dunalka (Dubenalken). Weiterlesen…

 

Armband mit Miniatur der Herzogin Dorothea von Kurland und Haar Graf Peter von der Pahlens

Am 5. Dezember 2000 erhielt das Schlossmuseum Rundāle eine Schenkung von Benita von Egen – ein Armband mit einer Miniatur der Herzogin Dorothea von Kurland im Medaillon und einem Flechtwerk aus dem Haar von Graf Peter von der Pahlen (1824–1907). Weiterlesen…

 

Die Ringe der Sophie, Prinzessin von Preußen und Herzogin von Kurland

Betritt man den ersten Raum der dekorativen Kunstausstellung „Von der Gotik bis zum Jugendstil“, so sind in der Vitrine auf der rechten Seite mehrere einzigartige Gegenstände zu betrachten, die bei der Restaurierung der Gruft der Herzöge von Kurland in den Besitz des Schlossmuseums Rundāle kamen. Weiterlesen…

 

Öfen des Guts Appricken

In der Sammlung des Schlossmuseums Rundāle befinden sich mehrere Ofenfragmente des Guts Appricken, die zu Betrachtungen über das prachtvolle Interieur des Guts und dessen Erbauer Christoph Friedrich von der Osten-Sacken (1697–1759) verleiten. Weiterlesen…

 

Kesselhaken

In den Zeiten, als die alltäglichen Mahlzeiten über einer offenen Feuerstelle zubereitet wurden, benutzte man in jedem Haushalt Utensilien und Vorrichtungen zur Erleichterung dieses Prozesses. Anfänglich wurden diese aus Holz gefertigt, später aus Eisen. Ein bedeutender Gegenstand in der Küche war die Vorrichtung, an der man den Kessel aufhängte. Weiterlesen…

 

Porträt von Karl I.

Vor Kurzem nahm ein sehr großes Gemälde (276 x 217 cm) seinen Platz in einem der Säle im Erdgeschoss des Schlossmuseums Rundāle ein. Viele werden darin den englischen König Karl I. erkennen, gemalt von Anthonis van Dyck. Die im Louvre zu betrachtende Darstellung ist eine der bekanntesten dieses tragischen Herrschers, die den König in stolzer Haltung bei der Jagd vor dem Hintergrund einer romantischen Landschaft am Meer zeigt. Weiterlesen…

 

Porträts der Familie Medem aus dem Gut Eleja

Bei der Einrichtung des vorletzten, dem Historismus gewidmeten, Ausstellungsraums der ständigen Ausstellung „Von der Gotik bis zum Jugendstil“ im Frühling 2018 wurde festgestellt, dass keine Porträts vorhanden sind, die dem Besucher helfen würden, die Gegenwart der einstigen Benutzer der Ausstellungsstücke zu verspüren. Und genau in diesem Moment erreichte uns ein Angebot von Graf Alejandro Medem aus dem fernen Chile, die Porträts seiner Großeltern zu kaufen. Weiterlesen…

 

 

 

 

02.12.2020