Zur Zeit der Rosenblüte findet im Schloss Rundāle das traditionelle Gartenfest statt

Am 1. Juli, zur Rosenblütenzeit findet im Garten des Schlosses Rundāle das traditionelle Gartenfest statt. Dieses Jahr wird die Bedeutung des Wassers im Garten besonders akzentuiert.

Die Besucher können den ganzen Tag über durch verschiedene Aktivitäten mehr über die Verwendung des Wassers in historischen Gärten erfahren, mit Wasser spielen, indem sie Schiffsmodelle oder Papierschiffchen im Brunnenbecken zu Wasser lassen, oder zusammen mit der Künstlerin Kristīne Kutepova in einer besonderen Farbverlauf-Technik einen “Fluss der Farben” schaffen, der dann am Abend zur Bühnendekoration des Konzertes ´Rose und Wasser´ der Sängerin Aija Vītoliņa wird.

Während des Festes wird sich beim Spiegelteich, einem der charakteristischen Elemente eines Barockgartens, ein fünf Meter hoher virtueller Springbrunnen befinden, der es den Besuchern ermöglicht, die ältesten und bedeutendsten Springbrunnen der Welt zu betrachten, und zu erfahren, wie Gärten in alter Zeit bewässert wurden. Den virtuellen Springbrunnen haben Fachleute des Museums in Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Toms Zeļģis geschaffen.

Mit Wundern und Überraschungen werden Vorführungen und Meisterklassen der Rigaer Zirkusschule das Fest bereichern, in verhaltener Stimmung wird die Darbietung ´Wassergärten´der Schauspielerin Raimonda Vazdika und des Musikers Miks Galvanovskis mit Musik und Gedichten   erklingen.

Auch ein traditioneller Festmarkt wird stattfinden, wo man Rosenpflanzen, winterharte Stauden, Ziergehölze und Gewürzpflanzen, Gartenbedarf und Handwerker-Erzeugnisse, sowie auch diverse Leckereien, wie selbstgebackenes Brot, Geräuchertes, Bonbons, Kekse, glasierte Mandeln, verschiedene Eissorten und möglicherweise sogar in Bauska gezüchtete Aprikosen erwerben kann.

Das gesamte Programm des Gartenfestes hat der Regisseur Kārlis Anitens erstellt, der auch den ganzen Tag über mit den Besuchern ins Gespräch kommen wird.

Wasser hatte in Gärten immer eine große Bedeutung, sowohl in praktischer als auch in ästhetischer Hinsicht. In den Gärten der Renaissance und des Barock wurden Springbrunnen, Kaskaden und Wasserfälle derart angelegt, dass sie Klänge erzeugen sollten, die dem Gesang von Vögeln, dem Rauschen des Windes oder anderen Naturgeräuschen ähnlich sind. Für Barockgärten sind Spiegelteiche oder Spiegelbecken typisch. Jene ergänzten malerisch die Anlagen von Schloss und Gärten,  bildeten besonders überlegte Kompositionen von Ansichten und betonten im Spiegelbild noch mehr die Schönheit des  Schlosses oder einzelner Gartenelemente.

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