Von der Tulpenmanie bis zu barocken Blumenkompositionen – die Ausstellung „Die Faszination der Blumen“

Anlässlich des 290-jährigen Jubiläums von Schloss Rundāle wurde am 24. Mai im Museum feierlich die Ausstellung „Die Faszination der Blumen“ eröffnet: Sie ist bis zum 31. Oktober für Besucherinnen und Besucher zugänglich.

In der Ausstellung wird ein vielschichtiger Blick auf Blumen und ihre Darstellung in der Kunst geboten und dabei von der Einführung heute bekannter Gartenblumen in Europa, ihrer Beliebtheit im Herzogtum Kurland und Semgallen sowie von der symbolischen Bedeutung der Blumen in der Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts erzählt.

Sie ist in den Ausstellungsräumen und im Vestibül des Erdgeschosses des Schlosses eingerichtet, wobei jeder Raum einen eigenen thematischen Akzent setzt. Ergänzt wird die Ausstellung durch eigens geschaffene Kunstblumenkompositionen, durch für die Interieurs von Schloss Rundāle charakteristische Blumen- und Stuckdekor-Motive sowie durch eine umfangreiche Auswahl an Kunstwerken aus bedeutenden europäischen Museen.

Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, Werke aus den Sammlungen der Borys-Wosnyzky-Nationalen-Kunstgalerie Lwiw, des Schlossmuseums Het Loo, des Rijksmuseums Amsterdam und des Nationalen Mikalojus-Konstantinas-Čiurlionis-Kunstmuseums zu sehen. Ein zentraler Bestandteil der Ausstellung ist die Multimedia-Installation „Tulpenfieber” des niederländischen Künstlers Jos Agasi. Sie interpretiert die „Tulpenmanie” des 17. Jahrhunderts – eine der ersten dokumentierten Preisblasen der Weltgeschichte – in zeitgenössischer Form.

Die Ausstellung lädt dazu ein, die Welt der Blumen in ihren vielfältigen Ausdrucksformen kennenzulernen – in Gemälden, Interieur-Elementen, Symbolen und Düften. Ein Besuch des französischen Gartens von Schloss Rundāle ergänzt die Ausstellung auf besondere Weise, denn viele der in den Kunstwerken dargestellten Pflanzen und Blumen erblühen dort auch in der Natur.

Im Rahmen der Ausstellung finden Ende Mai und im Juni mehrere thematische Veranstaltungen statt. Informationen zu den Veranstaltungen und Eintrittspreisen werden schrittweise auf der Website des Museums veröffentlicht.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum, dem Schlossmuseum Het Loo, dem Het Noordbrabants Museum, der Borys-Wosnyzky-Nationalen-Kunstgalerie Lwiw, dem Nationalen Mikalojus-Konstantinas-Čiurlionis-Kunstmuseum, dem Lettischen Nationalen Kunstmuseum, dem Kunstmuseum „Rīgas Birža“, der Lettischen Nationalbibliothek, der Bibliothek der Universität Lettlands, dem Lettischen Historischen Staatsarchiv, SIA „Tikkurila“ und AS „Latvijas Finieris“.

Unterstützt wurde die Ausstellung von der Boris und Ināra Teterev Stiftung, dem Unterstützungsfonds von Schloss Rundāle, dem Kulturministerium der Republik Lettland und SIA „Groglass“.

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